Brügge mit dem Fahrrad: So fährst du die Stadt richtig

Brügge mit dem Fahrrad: So fährst du die Stadt richtig Brügge ist eine der schönsten Städte in Flandern – und mit dem Fahrrad zu entdecken, lohnt sich. Wir zeigen dir die besten Routen, Tipps und Geheimtipps. Brügge mit dem Fahrrad entdecken: So fährst du die flandrische Perle richtig. Mit Radtouren, Ausflugstipps und Geheimtipps. Brügge, Radtour, Flandern, Ausflug, Sehenswürdigkeiten
Brügge mit dem Fahrrad: So fährst du die Stadt richtig
Brügge ist eine der romantischsten Städte Europas – und ideal dafür, sie mit dem Fahrrad zu entdecken. Die Altstadt ist flach, gut zu fahren und die Sehenswürdigkeiten liegen oft versteckt abseits der Touristenströme. Wer Brügge nicht nur von der Marktplatz-Kuppel aus erleben will, der sollte unbedingt ein Rad schnappen. Wir zeigen dir, warum und wie.
Warum Brügge mit dem Fahrrad erkunden?
Brügge ist mehr als ein mittelalterliches Museum: Die Stadt war im 13. Jahrhundert eine der reichsten Handelsmetropolen Europas. Heute spiegelt sich das noch in den über 30 Kirchen, dem Rathaus und den prächtigen Bürgerhäusern. Doch viele dieser Schätze liegen außerhalb des pulsierenden Stadtzentrums – und da kommt das Fahrrad ins Spiel.
Die Altstadt ist für Radfahrer freigegeben, Tempo 30 gilt fast überall. Zudem ist die Region um Brügge flach und verfügt über einen hervorragenden Radwegenetz. Wer will, kann von der Innenstadt in 18 Kilometern am Meer sein – ein weiteres Pluspunkt für Radelnde.
Radtouren durch Brügge: Von der Altstadt bis zum Meer
Eine der besten Möglichkeiten, die Stadt zu entdecken, ist eine geführte Radtour. Unternehmen wie Quasimundo Bike Tours bieten Touren an, die dich in knapp 2 ½ Stunden durch die verborgenen Ecken Brügges führen. Du fährst mit einem englischsprachigen Guide durch die Altstadt, vorbei an der St. Walburga-Kirche, dem Godshuis St. Josef und der Adornesdomein mit der beeindruckenden Jerusalemkapelle.
Auch der Beginenhof, ein friedlicher Kontrast zum Touristengetümmel, ist ein Muss. Hier ist Ruhe garantiert – und die Besucheranzahl ist deutlich geringer. Der letzte Halt der Tour ist das Sankt-Anna-Viertel, wo Jos Teughels, der Guide, auch Geschichten über die Windmühlen und das “Little England”-Viertel erzählt.
Die Tour kostet etwa 39 Euro inklusive Radmiete und ist in kleinen Gruppen. Wer sein eigenes Rad nutzt, bekommt einen Preisvorteil.
Rund um die Altstadt: Die Stadtwälle als Radweg
Ein weiterer Klassiker ist die Rundfahrt entlang der Stadtwälle. Der Radweg ist breit, gut ausgebaut und führt an historischen Toren wie dem Genter Tor oder der Sint-Janshuismühle vorbei. Ein Highlight ist der See der Liebe, ein idealer Rastplatz mit Blick in die Innenstadt. Die Strecke ist knapp sieben Kilometer lang – eine Runde dauert zwei Stunden, inklusive Fotostopps.
Brügge als Ausgangspunkt: Radtouren ins Umland
Brügge ist auch der perfekte Ausgangspunkt für längere Ausflüge. Eine der beliebtesten Radtouren führt zu den verschwundenen Zwin-Häfen. Die Tour ist etwa 60 Kilometer lang und führt durch Polderlandschaften, an Kanälen entlang und durch kleine belgische Dörfer. Mit Virtual-Reality-Brillen kannst du sogar die ehemaligen Häfen und Hafenanlagen virtuell erkunden.
Ein weiteres Highlight ist der Beaufort Skulpturenweg in der Nähe von Ostende. Von Brügge aus fährst du mit dem Zug in 13 Minuten zum Startpunkt – und entdeckst dann über 30 Kunstwerke entlang der Küste. Die Strecke bis Westende und zurück ist etwa 40 Kilometer lang.
Unsere Einschätzung
Brügge mit dem Fahrrad zu entdecken, ist eine der besten Entscheidungen, die du als Reisender treffen kannst. Die Stadt ist ideal für Radelnde – flach, gut erschlossen und voller versteckter Schätze. Geführte Touren sind eine tolle Möglichkeit, die Stadt abseits der Mainstream-Attraktionen zu entdecken – und die Preise sind fair. Wer etwas mehr Zeit hat, sollte zudem eine der Umlandtouren ins Auge fassen. Ob zu den Zwin-Häfen oder entlang der Küste – Flandern hat viel mehr zu bieten als nur Brügge. Für Kreuzfahrer, die Brügge als Hafenstadt ansteuern, ist ein Ausflug mit dem Rad daher absolut lohnenswert – und manchmal sogar unverzichtbar.
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