AIDAluna: Wetterkapriolen auf Madeira – Zwei Gäste verpassten ihr Schiff

Wenn das Wetter die Reisepläne durcheinanderbringt
Manchmal spielt der Atlantik einfach nicht mit: Die AIDAluna befand sich seit Sonntag auf ihrer einwöchigen "Kanaren mit Madeira"-Route, als die Crew in Funchal eine schwierige Entscheidung treffen musste. Eigentlich sollte das Schiff bis Mittwochabend, 18:00 Uhr, im Hafen der portugiesischen Insel liegen – ein beliebter Overnight-Stopp, bei dem Gäste ausgiebig die Blumeninsel erkunden können.
Doch Mutter Natur hatte andere Pläne. Aufziehende Wind- und Wellenverhältnisse machten ein längeres Verweilen im Hafen zu riskant. Die Kapitänin oder der Kapitän – verantwortlich für die Sicherheit von Schiff und Crew – entschied sich für ein vorzeitiges Ablegen. Eine Entscheidung, die nachvollziehbar, aber mit Konsequenzen verbunden war.
Zwei Gäste verpassten die Abfahrt
Das Drama dieser Geschichte: Zwei Passagiere befanden sich zum Zeitpunkt des spontanen Ablegens noch an Land. Wir wissen aus Erfahrung, dass solche Situationen für alle Beteiligten extrem unangenehm sind. Die Betroffenen mussten zusehen, wie ihr schwimmendes Hotel ohne sie den Hafen verließ.
Was viele nicht wissen: In solchen Fällen übernimmt die Reederei üblicherweise die Organisation der Weiterreise zum nächsten Hafen. Die beiden Gäste wurden vermutlich per Flug zum nächsten Anlaufpunkt gebracht – allerdings auf eigene Kosten, wenn sie sich nicht rechtzeitig am vereinbarten Treffpunkt eingefunden hatten.
Lanzarote als spontaner Ersatz
Um den entgangenen Hafentag zumindest teilweise zu kompensieren, hat AIDA Cruises kurzfristig einen zusätzlichen Stopp auf Lanzarote ins Programm aufgenommen. Die östlichste der Kanarischen Inseln überzeugt mit ihrer einzigartigen Vulkanlandschaft und den Kunstwerken von César Manrique.
Für die übrigen Gäste an Bord bedeutet das: Statt eines langen Tages auf Madeira gibt es nun einen zusätzlichen Hafen im Programm. Ob das als gleichwertiger Ersatz empfunden wird, hängt sicher von den individuellen Vorlieben ab. Madeira mit seiner üppigen Vegetation und Funchal mit dem berühmten Korbschlittenfahren ist definitiv ein Highlight jeder Atlantik-Route.
Warum passiert so etwas?
Wetterbedingte Routenänderungen gehören zur Kreuzfahrt dazu – auch wenn sie ärgerlich sind. Die Sicherheit geht immer vor. Ein Schiff im Hafen bei aufziehendem Sturm ist Wellengang und starken Winden ausgesetzt. Das kann nicht nur zu einem ungemütlichen Aufenthalt an Bord führen, sondern auch die sichere Festmachung gefährden.
Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder von solchen Zwischenfällen gehört. Die Kapitäne treffen diese Entscheidungen nicht leichtfertig, sondern basierend auf Wetterberichten und ihrer langjährigen Erfahrung.
Was bedeutet das für dich?
Wenn du eine Kreuzfahrt auf den Kanaren oder nach Madeira planst, solltest du dir bewusst sein: Der Atlantik kann besonders in den Wintermonaten unberechenbar sein. Hafenänderungen und spontane Abfahrten sind selten, aber möglich.
Unsere Tipps: Achte immer auf die angekündigten "All aboard"-Zeiten und plane ausreichend Puffer ein. Wenn das Schiff für 17:00 Uhr ablegt, solltest du spätestens um 16:00 Uhr zurück sein. Bei Wetterumschwüngen kann sich die Abfahrtszeit auch kurzfristig ändern – halte dein Handy griffbereit und überprüfe die Bordnachrichten.
Eine Reiserücktritts- oder Reiseabbruchversicherung kann übrigens auch bei solchen Zwischenfällen hilfreich sein, deckt aber nicht immer alle Kosten ab. Prüfe das Kleingedruckte vor der Buchung.
Wer flexibel bleibt und solche Überraschungen als Teil des Abenteuers sieht, wird auch mit Planänderungen gut zurechtkommen. Die Kanaren haben ohnehin mehr zu bieten, als man in einer Woche sehen kann.
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