Kreuzfahrt-Treibstoffzuschläge und höhere Preise?

Die Kreuzfahrtbranche steckt in einer Preisspirale: Nachdem die Reedereien 2023 und 2024 bereits massive Preisanpassungen durchgesetzt haben, machen jetzt die Treibstoffzuschläge wieder Schlagzeilen. Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass die Preise für Kreuzfahrten im Jahr 2026 um bis zu 10 Prozent steigen könnten — allein aufgrund höherer Kosten für Treibstoff. Für Kreuzfahrt-Interessierte bedeutet das: Es lohnt sich, jetzt zu vergleichen.
Was sind Kreuzfahrt-Treibstoffzuschläge?
Jeder, der schon mal eine Kreuzfahrt gebucht hat, kennt sie: die sogenannten "Bunker Adjustment Factors" oder BAF. Das ist der Betrag, den Reedereien an ihre Kunden weiterreichen, um die ständig schwankenden Kosten für Schiffstreibstoff zu decken. Diese Zuschläge sind nicht fix, sondern werden monatlich oder quartalsweise angepasst.
Im Jahr 2025 lag der Durchschnittswert bei etwa 150 Euro pro Kabine (zur Basis 7-tägige Reise). Jetzt aber steigen die Preise für Schiffsöl rapide an — nicht zuletzt aufgrund der politischen Spannungen in der Nordsee und der anhaltenden Energiekrise. Experten erwarten, dass die Treibstoffzuschläge im Jahr 2026 auf bis zu 200 Euro pro Kabine ansteigen könnten — das entspricht in manchen Fällen einem Plus von zehn Prozent zum Gesamtpreis.
Wie wirkt sich das auf deine Reise aus?
Bei einer typischen 7-tägigen Kreuzfahrt in der Mittelmeer-Region kostet eine Standardkabine aktuell um die 1.500 Euro. Wenn der Treibstoffzuschlag um 50 Euro pro Kabine steigt, bedeutet das für die gesamte Reise: 1.550 Euro. Das klingt zunächst wenig, doch bei längeren Reisen oder Familienbuchungen summieren sich die Kosten schnell.
AIDA Cruises, MSC Cruises und auch TUI Cruises haben bereits angekündigt, dass sie die Treibstoffzuschläge im Sommer 2026 in ihre Preise einpreisen könnten. Das bedeutet nicht zwingend, dass die Preise steigen — aber es macht die Preise instabiler. Wer jetzt bucht, spart. Wer später bucht, zahlt mehr.
Wie kannst du dich schützen?
Die beste Strategie, um Kosten zu sparen, ist es, früh zu buchen. Kreuzfahrten, die aktuell noch im Jahr 2025 starten, enthalten meist noch die niedrigeren Zuschläge. Zudem lohnt es sich, auf Reedereien zu achten, die noch keine Preisanpassungen kommuniziert haben.
Ein weiterer Tipp: Schau dir die AGB der Reederei an. Einige Reedereien garantieren, dass die Treibstoffzuschläge nicht über einen bestimmten Betrag hinausgehen. Bei anderen hängt der Preis vom Ölmarkt ab — und das kann schnell unübersichtlich werden.
Unsere Einschätzung
Die steigenden Treibstoffzuschläge sind für Kreuzfahrer durchaus relevant — besonders für Reisende, die noch nicht gebucht haben. Es lohnt sich, jetzt zu handeln, solange die Preise noch stabil sind.
Wir empfehlen, Kreuzfahrten, die im Jahr 2025 ablegen, bevorzugt zu buchen. Wer bis ins Jahr 2026 warten will, riskiert, dass die Preise um bis zu zehn Prozent steigen. Besonders bei Familienreisen und Langzeitreisen wie Transatlantik-Kreuzfahrten zählt jedes Euro.
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