Kreuzfahrt-News: Falsches Video und Routenänderung

Im Februar 2026 verbreitete eine namenlose Reederei ein Werbevideo für eine Kreuzfahrt, die es gar nicht gab. Die Reise wurde nie angeboten, und die Route, die im Video gezeigt wurde, existierte nicht in der geplanten Form. Zudem gab es in den letzten Wochen mehrere unerwartete Änderungen bei bestehenden Routen – vor allem in der Karibik und im Mittelmeerraum. Kreuzfahrer, die bereits gebucht haben oder planen, sollten also genau hinschauen.
Ein Video, das es nicht geben sollte
Im vergangenen Monat tauchte ein Werbevideo auf sozialen Medien auf, das eine Kreuzfahrt durch die Karibik im April 2026 bewarb. Die Route sah verlockend aus: sie umfasste Halt in Miami, Cozumel, San Juan und einer exklusiven Insel, die angeblich erstmalig für Kreuzfahrten geöffnet wurde. Allerdings stellte sich rasch heraus, dass die Route fiktiv war. Das Schiff, das in dem Video zu sehen war, war ein digitaler Replik des Costa Smeralda, und die Reederei, die das Video veröffentlichte, bestätigte später, dass die Reise nicht existierte.
Kreuzfahrer, die auf das Video reagierten, meldeten sich bei den Reedereien an, konnten aber keine Buchung vornehmen. Der Vorfall sorgte nicht nur für Verwirrung, sondern auch für Kritik. „Man muss wissen, auf was man sich einlässt“, sagt ein Reiseblogger. „Wenn man nicht weiß, wer hinter dem Video steht, kann das schnell zu Fehlentscheidungen führen.“
Änderungen bei bestehenden Routen
Neben dem falschen Video sorgen in den letzten Wochen auch mehrere unerwartete Änderungen bei bestehenden Kreuzfahrten für Aufsehen. So stellte AIDA im Februar 2026 ihre Winterreisen nach der Karibik auf den Herbst 2027 um. Die Reederei begründete die Änderung mit der Ausweitung ihrer Partnerschaft mit lokalen Hafenbehörden – und einem neuen Sicherheitskonzept. Allerdings bedeutet das für Passagiere, die bereits gebucht hatten, dass sie umbuchen oder sich für eine Stornierung entscheiden müssen. Die Umbuchung ist zwar kostenlos, doch die neue Route verläuft nicht mehr über die beliebten Inseln der Exumas, sondern stattdessen in Richtung Dominikanische Republik.
Auch TUI Cruises gab kürzlich bekannt, dass die Route der Mecklenburg in der Mittelmeersaison 2026 umgeplant wird. Statt in Palma de Mallorca zu starten, wird das Schiff künftig in Civitavecchia (Rom) ablegen. Die Änderung ist auf Verkehrsprobleme in der Region zurückzuführen und betrifft rund 1.200 gebuchte Passagiere.
Wie kann man sich schützen?
Kreuzfahrer, die auf Social Media auf Kreuzfahrtangebote stoßen, sollten vorsichtig sein. Werde nicht von glänzenden Bildern beeindruckt, sondern prüfe, ob die Reise über einen seriösen Reiseveranstalter gebucht werden kann. Achte auch darauf, ob die Reederei die Route und das Schiff explizit nennt – und ob es konkrete Daten gibt.
Unsere Einschätzung
Der Vorfall mit dem falschen Werbevideo ist nicht das erste Mal, dass Kreuzfahrer mit irreführenden Inhalten konfrontiert werden. Doch er zeigt, wie wichtig es ist, die eigenen Reisen über verifizierte Kanäle zu buchen. Die Routenänderungen hingegen sind eher eine logistische Herausforderung, die für einige Passagiere lästig ist, aber meistens umgeplant werden kann. Wer sich auf Kreuzfahrten verlässt, sollte also nicht nur die Preise, sondern auch die Flexibilität der Reedereien im Blick behalten. Und vor allem: bleibe wachsam, wenn es um Werbung geht.
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